Presseartikel
Von Null auf Hundert
THALEISCHWEILER-FRÖSCHEN/HÖHEISCHWEILER: Inexio unterzeichnet DSL-Vertrag
Höheischweiler soll im Laufe der nächsten zwölf Monate in Sachen schnelles Internet (DSL) durchstarten. Am Donnerstag unterzeichneten Ortsbürgermeister Dieter Zimmermann und Thorsten Klein, persönlich haftender Gesellschafter von Inexio, den Vertrag.
Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) kann Inexio den Kunden in Höheischweiler zur Verfügung stellen. Damit überhole Höheischweiler fast alle, stellte Klein fest. Denn selbst in gut versorgten Gebieten sind derzeit Geschwindigkeiten von 16 Mbit/s meist die Grenze. Zur Zeit wird teilweise mit einer Datenrate von 384 Kilobit im Internet gesurft. 100 Mbit/s sind 300-mal so schnell. Für die Bürger in Höheischweiler verbesserten sich mit dem schnellen Internet die Lebensbedingungen: Für Schüler, für Gewerbebetriebe, für die Arbeit im Heim-Büro sei schnelles Internet unabdingbar. Der Wohnwert steige, stellten Thaleischweiler-Fröschens Verbandsbürgermeister Thomas Peifer und Dieter Zimmermann übereinstimmend fest.
Letzten Endes war es ein Zufall, der Inexio und Höheischweiler zueinander führte: Die Firma Holzhauer, ein Lieferant der in Höheischweiler ansässigen Scherer KG und zugleich Inexio-Kunde, brachte Herbert Scherer und Inexio zusammen. Wohin der Weg führte, da sei er sich nach dem ersten Gespräch in Höheischweiler nicht so sicher gewesen, bekannte Klein. Aber Inexio prüfte, stellte fest, dass das Dorf von der Verbandsgemeinde Wallhalben aus versorgt werden könnte. Sollte Höheischweiler 120 DSL-Anschlüsse garantieren können, sicherte Inexio zu, DSL zu liefern. Die 120 Zusagen waren schnell erreicht. Eine Win-win-Situation, analysierte Klein. Die Gemeinde und die Bürger profitierten, und auch das Unternehmen mache Gewinn. Denn, bekannte Klein ehrlich, am Ende eines Tages zähle eben die Wirtschaftlichkeit. Es sei eine rein privatwirtschaftliche Lösung, die nun gefunden wurde. Ohne Zuschüsse jeglicher Art, was den schnellen Ausbau binnen eines Jahres ermöglichen soll.
Zur Sache: Höheischweiler könnte
der Dammbruch für die Nachbarn sein
Ohne die DSL-Versorgung der Verbandsgemeinde Wallhalben, die Inexio vornimmt, erläuterte Inexio-Gesellschafter Thorsten Klein, wäre eine Versorgung von Höheischweiler unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich gewesen. Thaleischweiler-Fröschens Verbandsbürgermeister Thomas Peifer hofft, dass die Versorgung von Höheischweiler der Einstieg von Inexio sein kann, um weitere Gemeinden in der Verbandsgemeinde zu versorgen, so wie es aktuell auch sukzessive in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land geschieht.
Mittels Richtfunk überbrückt Inexio die Strecke vom Anschlusspunkt in der Verbandsgemeinde Wallhalben bis Höheischweiler. Auf einem örtlichen Gebäude - im Gespräch sind unter anderem Kindergarten und Feuerwehr - wird die Antenne installiert. Vorteil von Richtfunk: Ein gezielter Funkstrahl wird auf die Antenne geleitet. Die Funkstrahlen streuen nicht und im Umfeld gibt es keine Strahlenbelastung. Von der Richtfunkantenne wird das Signal mittels Leitung in einen Verteilerkasten geleitet (DSLam heißen diese). In diesem sind alle Höheischweilerer Telefonleitungen abgebildet. Über die dort vorhandenen Kupferleitungen wird das DSL-Signal zum Kunden übertragen.
Aus den Nachbargemeinden berichtete Herbert Scherer, der Hauptinitiator für die DSL-Versorgung in Höheischweiler, gebe es mittlerweile auch Nachfragen. In Höhfröschen, direkte Nachbargemeinde von Höheischweiler, soll es demnächst eine Versammlung zum Thema DSL-Versorgung geben. Petersberg hat Interesse bekundet. Groß ist das Interesse auch bei den im Gewerbepark Höhfröschen angesiedelten Unternehmen. Geprüft habe Inexio auch schon Maßweiler, sagte Klein. Dort ließe sich die Versorgung technisch wohl relativ problemlos herstellen. Reifenberg sei bedingt durch eine Kessellage derzeit etwas schwieriger einzustufen. Aber, verdeutlichte Klein, das Hauptaugenmerk liege zunächst auf Höheischweiler.
Das Unternehmen Tegro aus Pirmasens will in der Verbandsgemeinde DSL via Richtfunk liefern und hat dazu einen Mast bei Nünschweiler gebaut (wir berichteten zuletzt am 27. Januar).


