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zurück zur Übersicht 10.02.2012 - Saarbrücker Zeitung

Inexio kündigt Großprojekt an

Glasfaser-Betreiber will Netz in Saarbrücken ausbauen

Das Glasfaser-Unternehmen Inexio hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz knapp verdoppelt. Jetzt hat das Management ein Großprojekt angekündigt: Den Ausbau des Glasfasernetzes in Saarbrücken.


Saarbrücken. Der Glasfasernetz-Betreiber Inexio hat für das kommende Jahr ein Großprojekt in Saarbrücken angekündigt. In Kooperation mit einem Geschäftspartner werde das Unternehmen in Saarbrücken 50 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, kündigten die beiden geschäftsführenden Gesellschafter David Zimmer und Thorsten Klein im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung an. Dabei sollen alle Gewerbegebiete mit Glasfaser-Infrastruktur erschlossen werden. In den kommenden zwei Jahren solle gebaut werden, sagte Zimmer. Das Glasfasernetz, das einen Anschluss des IT-Parks in Burbach ebenso vorsieht wie die Anbindung der Universität, könnte dann die Basis für den weiteren Ausbau unterversorgter Stadtteile bilden.

Thomas Blug, Sprecher der Landeshauptstadt, zeigte sich von dieser Ankündigung deutlich überrascht. Die Planungen, das Glasfasernetz in Saarbrücken auszubauen, befänden sich noch in einem frühen Stadium. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte er.

Doch auch ohne das Projekt steht Inexio gut da: Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz knapp verdoppelt: Während 2010 die Erlöse bei 7,7 Millionen Euro lagen, hat Inexio im vergangenen Jahr bereits 14,5 Millionen Euro eingenommen. „Für dieses Jahr haben wir einen Zuwachs auf 18 Millionen Euro geplant", sagt Klein. Voraussetzung sei aber, dass die Temperaturen bald wieder steigen, damit der Ausbau des Glasfasernetzes vorangebracht werden könne.

Aktuell verfügt Inexio eigenen Angaben zufolge über ein Glasfasernetz von über 2500 Kilometer - in diesem Jahr sollen weitere 400 Kilometer neu zugebaut werden. 109 neue Ortsgemeinden habe Inexio an das Netz angeschlossen, 13 davon im Saarland. Das Unternehmen verfolgt die Strategie, Glasfaser vor allem in unterversorgte Gebiete auf dem Land zu verlegen. Zurzeit würden pro Monate rund zehn bis zwölf Ortsnetze neu ausgebaut.

Zimmer sieht das Unternehmen, an dem er die Mehrheit hält, im sechsten Jahr auf bestem Weg. Über Langfristverträge habe Inexio sichere Einnahmen - und auch der Bestand an Privatkunden steige kontinuierlich an: Seit zweieinhalb Jahren bietet Inexio Privatkunden den Anschluss an das schnelle Breitband an - im vergangenen Jahr machten diese bereits knapp zwölf Prozent des Umsatzes aus.

Zunehmend problematisch wird laut Zimmer allerdings die Finanzierung neuer Projekte. „Die Banken sind bei Zehn-Jahres-Finanzierungen immer zurückhaltender, weil sie sie nicht mehr so gut gegenfinanzieren können", sagt Zimmer. Die Zinsbelastung werde aber immer geringer: „Beim Start haben wir kein Geld verdient, brauchten aber viel Geld", sagt Zimmer. Entsprechend hoch seien damals die Zinsen gewesen. „Heute ist unser Rating deutlich besser."

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