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zurück zur Übersicht 25.08.2010 - Rheinpfalz

DSL-Netz wächst in Richtung Winterbach

WALLHALBEN: Bis Jahresende erste Dörfer am Glasfaserkabel - Weselberg ein Sonderfall wegen eines alten Telekom-Versprechens

Ende des Jahres können die ersten Dörfer der Verbandsgemeinde Wallhalben über die neuen Glasfaserkabel ins Internet gehen - mit Geschwindigkeiten wie in Großstädten und bis zu 150-mal schneller als bisher. Bis dahin soll das Glasfasernetz, das die Firma Inexio in der Verbandsgemeinde aufbaut, zur Hälfte fertig sein, wie Thorsten Klein von Inexio gestern mitteilte. Die Rohre im Osten der Verbandsgemeinde liegen bereits, im westlichen Teil wird derzeit gearbeitet. Bis Jahresende soll alles fertig sein.

„Mit den Tiefbauarbeiten im ersten Bauabschnitt ist die Gemeinde soweit fertig, einige unserer Verteiler stehen auch schon. Wir warten jetzt noch auf die Stromanschlüsse, danach können die Kabel verlegt werden und die nötigen Verhandlungen mit der Telekom geführt werden", verriet Klein den Stand der Arbeiten im nordöstlichen Teil der Verbandsgemeinde - Hettenhausen, Saalstadt, Herschberg, Schauerberg, Weselberg und Obernheim-Kirchenarnbach. „Danach sind wir rein technisch verfügbar", kündigt er an. Einen genauen Zeitpunkt könne er aber nicht nennen, da an dem Projekt zu viele Köpfe beteiligt seien und eventuelle Verzögerungen nicht abzuschätzen seien.

Die Tiefbauarbeiten - das Verlegen der Leerrohre, durch die später die Glasfaserkabel führen - im zweiten Bauabschnitt übernimmt die Firma Kerstholt aus dem Westerwald, die auch für den ersten Abschnitt verantwortlich war. Mit diesen Arbeiten - in Knopp-Labach, Wallhalben, Schmitshausen, Biedershausen, Krähenberg und Winterbach - wolle man je nach Witterung bis zum Ende dieses Jahres fertig sein. Davon abhängig sei dann auch die technische Erschließung durch Inexio. Bis Frühjahr nächsten Jahres sollen aber auch diese Gemeinden in den Genuss schnellen Internets kommen.

Einen Sonderfall stellt Weselberg dar. Dort hatte die Telekom vor Jahren versprochen, die Internetverbindung auszubauen - was sie bisher nicht getan hat. Für Inexio wäre das Investitionsrisiko jedoch zu groß, wenn man sich für einen Ausbau entscheiden würde und die Telekom sich plötzlich an ihr Versprechen erinnern würde. „Also haben wir gesagt: Wenn sich in den nächsten fünf Monaten 150 Weselberger Kunden finden, bauen wir aus. Bisher haben wir schon 100 eingesammelt", sagte Klein.

Weil das Glasfasernetz von Grund auf aufgebaut wird, müssen erst Leerrohre verlegt werden. Außerhalb der Dörfer wird im so genannten Pflugverfahren gearbeitet: Ein Messer schlitzt die Erde auf, von einer Kabeltrommel wird der Rohrstrang abgerollt und eingelegt. Später macht eine Walze die Erde wieder platt. Innerorts geht es im so genannten Bohrspülverfahren weiter: Im Gehweg werden Pflastersteine entfernt, das Rohr kommt in die Erde, das Loch wird wieder zugemacht. 200 Meter weit kommt man damit, dann wiederholt sich das Ganze. Jeder Ort bekommt einen Hauptverteiler, größere Orte sogar mehrere, damit kein Anschluss weiter als 1200 Meter vom Glasfasernetz entfernt ist. Diese Hauptverteiler führen zu den so genannten Kabelverzweigern, ab dort werden die Kupferkabel benutzt, die schon jetzt in die Häuser führen (wir berichteten zuletzt am 15. Juli).

INFO
Inexio bietet Informationsabende mit allgemeinen Infos über die Firma und ihre Angebote sowie spezielle Beratungen für Wechselwillige an. Die Termine sind unter www.myquix.de im Internet, im Amtsblatt oder auf Handzetteln zu finden.

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